marketing bubbles

April 20, 2006

[hw] Kaum sagt bzw. schreibt man mal seine ehrliche Meinung, hagelt es Telefonanrufe. Man könne doch dies so nicht sagen, müsse berücksichtigen, daß … und so weiter. Nun gut. Gehen wir die Sache doch gleich gründlicher an und kreieren wir eine regelmässige Rubrik "marketing bubbles". Sie wird kontinuierlich gelungene und weniger gelungene Verlautbarungen aus der Welt des (IT-)Marketings aufgreifen. Bubbles eben, nichts als Bubbles.

[hw] Sie suchen einen krisenfesten Job? Dann wäre Microsoft doch gerade richtig! Aber vorher vielleicht noch hier vorbeischauen und ein paar Vor- und Nachteile zur Kenntnis nehmen:   http://www.qbrundage.com/michaelb/pubs/essays/working_at_microsoft.html

[hw] TechCrunch veröffentlichte díesen Post: "Oliver Starr at Mobile Crunch has a long and excellent writeup on ScanR, a new free service that allows you to take a camera phone picture (or any digital picture) and turn it into a searchable PDF file. If you have a camera phone with at least one megapixel of resolution, ScanR is great for turning things like whiteboard images and paper drawings into something more usable. This is particularly interesting for heavy travellers who do not have a scanner handy.To use it, you simply take a picture and email it to scanr. They supply you with an enhanced pdf version by email.

The company recently announced a $4.65 million Series A round of funding from Trinity Ventures and Thomvest International."

More: http://www.scanr.com/. Klingt irgendwie gut.

[hw]  Since it seems that every search engine has their own mapping service, TechCrunch has done an excellent roundup of the ones out there right now and declares a winner. More: http://www.techcrunch.com/2006/04/17/comparing-the-mapping-services/

Ausbeutung umsonst

April 18, 2006

[hw] (1) Offene Worte von Oracle-Boss Larry Ellison. "Wenn ein Open Source-Produkt weit genug entwickelt ist, wäre es verrückt, damit konkurrieren zu wollen." Das sagte der Oracle-Chef in einem Interview mit der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times. Quelloffene Software wirke sich nicht negativ auf das Geschäft aus, man müsse lediglich Wege finden, um die Werte abzuschöpfen. "Wir brauchen Open Source nicht zu bekämpfen, wir müssen es ausbeuten", sagte Ellison. – Und umschreibt damit sehr schön den Sinn und Zweck eines jeden Unternehmens.

Das Gute an Open Source sei, so der Manager, daß sie niemandem gehöre. Einem Unternehmen wie Oracle stünde es frei, eine Anwendung in das eigene Angebot aufzunehmen und für den Support Geld zu verlangen. Wenn ein freies Produkt gut genug sei, werde es schlicht übernommen. "Als Apache besser wurde als unser eigener Webserver, haben wir diesen einfach verworfen und Apache eingesetzt", erläuterte der Oracle-Chef. – Klingt sogar vernünftig.

(2) Der Hersteller von Unternehmens-Software Oracle hat die Übernahme eines der zwei größten Linux-Distributoren geprüft. Das erklärte Ellison ebenfalls gegenüber der Financial Times. Auch die Herausgabe einer eigenen Linux-Version werde untersucht, meinte Ellison. "Ich hätte gerne einen kompletten Stack. Uns fehlt ein Betriebssystem. Man könnte daher sagen, daß es für uns reichlich Sinn hat, Linux zu verbreiten und zu unterstützen."

Bei der Prüfung der Möglichkeiten am Markt habe man überlegt, Novell zu kaufen. Nach Red Hat ist Novell der zweitgrößte Distributor des offenen Betriebssystems (durch den Kauf von Suse). Ellison: "Wir gucken uns alles an, wollen das voll ausspielen."

In der letzten Woche hatte Red Hat den Middleware-Hersteller JBoss für etwa 420 Millionen Dollar geschluckt. Ellison: "Damit konkurriert Red Hat mit uns im Bereich Middleware, und wir müssen unsere Beziehungen neu überdenken. Auch IBM wird das tun".  [Quellen: Financial Times online und de.internet.com]

[hw] Get out of the word-processing stone age and learn how to use your word processor the smart way. More: http://generaldisarray.wordpress.com/2006/04/14/ten-things-every-microsoft-word-user-should-know/

[hw] A group of disenchanted Wikipedia administrators has been going through back channels on Wikipedia and retrieving articles deleted by Jimbo Wales or other higher-ups. Now they're putting them back up on a website for everyone to see. More: http://technology.guardian.co.uk/weekly/story/0,,1752257,00.html

[hw] Gartner berichtet in einem Report darüber, daß etwa die Hälfte der in den Unternehmen verwendeten PCs oder Notebooks nicht in der Lage sind, unter Vista zu laufen. Das neue Betriebssystem von Windows soll Anfang nächsten Jahres herauskommen und wird wie alle seine Vorgänger sehr ressourcenhungrig sein. Gartner geht davon aus, daß ein Computer einen Arbeitsspeicher von mindestens einem Gigabyte benötigt, damit Vista zum Laufen kommt – eine Kapazität, die bisher nur im Serverumfeld oder bei Powerusern und ihren Maschinen zu finden ist. Und wer die Vorzüge von Virtualisierung – zum Beispiel mehrere unterschiedliche Betriebssysteme auf einem Rechner oder eine komplett vom Internet und seinen Gefahren abgeschottete Arbeitsebene – nutzen will, muß noch einmal 512 Megabyte Arbeitsspeicher dazupacken. Da kommen Beträge zusammen, die kaum ein Unternehmen ausgeben wird, nur damit es vista-reif wird. Gartner meint: Notebooks sollten alle drei Jahre und PCs alle vier Jahre ausgetauscht werden. Erst wenn Unternehmen tatsächlich diesen Ratschlag beherzigen, wird Vista eine erste Chance bekommen.

In der Vergangenheit war es übrigens auch nicht viel anders: Einmal preschte Microsoft vor (zuletzt in diesem Ausmaß mit Windows 2000), einmal Intel. Der Chiphersteller ist übrigens schon dabei, seine neuen leistungsfähigeren Dual-Core-Prozessoren anzupreisen. Basis und Überbau passen wieder einmal auf's Beste zusammen. Bleiben noch die Applikationen: Welcher Client-Rechner braucht schon mehr als ein GByte RAM? Vielleicht geht doch alles viel schneller – denn Vista soll als Hauptattraktion einen Viren- und Spywareschutz haben, der Unternehmensnetze besser absichert. Das könnte sogar die Controller überzeugen.

Was kommt nach Google?

April 15, 2006

[hw] Google ist nicht das Maß aller Dinge, oder doch? Schnelle Suche und schnelle Resultate sind schön, aber wie steht es mit der Frage nach der Relevanz? Wer wühlt sich schon gerne durch die Masse der Suchergebnisse? Quantität statt Qualität? Das Wall Street Journal online hat schon im letzten Dezember versucht, einige Antworten auf diese Fragen zu geben: "One size doesn't necessarily fit all when it comes to search engines. While Google, Yahoo and Microsoft are great at serving up answers to many types of queries, they aren't always the best way to find specialized information. And that's where a growing crop of specialized search sites comes in." More: http://online.wsj.com/page/2_1198.html

[hw] Outsourcing saves less than claimed. Das behaupted jedenfalls eine Reuters-Nachricht vom Tage: "AMSTERDAM (Reuters) – Outsourcing of information technology and business services delivers average cost savings of 15 percent, a survey found on Thursday, disproving market claims that outsourcing can reduce costs by over 60 percent." Die realen Ersparnisse bewegten sich dagegen zwischen 10 und 39 Prozent, im Durchschnitt also bei 15 Prozent. Folgende Schlußfolgerung müsse demnach gezogen werden: Wenn Vorteile durch Outsourcing gewonnen werden können, müssten auf jeden Fall die Kosten für Vertragsgestaltung und Implementierung abgezogen werden.