[hw] Was soll man da noch sagen? Die USA rüsten auf, in einem historisch nie dagewesenen Maß, und das, obwohl das "Reich des Bösen", die ehemalige Sowjetunion, mehr als besiegt am Boden liegt. Offenbar können es die Staaten des Westens, voran eben die USA, nicht ohne einen Erzfeind aushalten. Nun, mal wieder, der Iran, nachdem der letzte noch nicht besiegt ist. Eine etwas höhere, sprich ambitioniertere Liga als Cuba, Venezuela, Nordkorea, selbst den Irak hat man sich dieses Mal in Washington ausgesucht. Einen Staat, der auch eine mit ein paar Verteidigungsmitteln und Verbündeten mehr ausgerüstete "Mittelmacht" darstellt. Kein Leichtgewicht, dessen Potenzen seit Jahren heimlich und ganz offen ausgeforscht werden. Es läuft also ziemlich genau auf eine weitere internationale "Krise" zu. Ein paar Tatsachen in so einer Lage können durchaus hilfreich sein, wenn man sie denn zur Kenntnis nimmt und ihre Konsequenzen bedenkt. Ausgerechnet die USA selbst sind hierbei hilfreich: Gezielte Indiskretionen, wenn es brenzlig wird, dafür sind die Vereinigten Staaten noch immer gut, nicht nur in Hollywoodfilmen. Ein paar Facts zu der jüngsten Entwicklung, mitten aus den USA, die noch immer über eine funktionierende Gegenöffentlichkeit verfügen – in diesem unserem Lande kaum noch vorstellbar:

THE IRAN PLANS
by SEYMOUR M. HERSH
Would President Bush go to war to stop Tehran from getting the bomb?
Issue of 2006-04-17, Posted 2006-04-10
nachzulesen unter: http://www.newyorker.com/printables/fact/060417fa_fact