Free Software Magazin

April 11, 2006

[hw] Maybe this is just another too specialized software magazine. But try by yourself:  http://freesoftwaremagazine.com/issues/íssue_011
It is for free, as the name says. Good surprise!

[hw] Eigentlich ist es ja schon länger ausgemacht: Open Source ist eine "disruptive" Technologie "von unten", also eine solche, die mit verbesserter Technik und billigeren Angeboten den "sustaining", den etablierten, sich nur allmählich verbessernden Technologien heftige Konkurrenz und mitunter den Garaus macht. Angetreten einst als alternative Bewegung von unten, die den traditionellen IT-Markt besonders bei Betriebssystemen und Software aufmischen wollte, tritt Open Source immer mehr als neue Form des Geschäftemachens auf. Um die Firma ist eine breite Community etabliert, die sich Gedanken um Verbesserungen und neue Releases macht, meistens kostenlos versteht sich, und dann sind da noch die Produkte, die verschenkt, für wenig Geld in "verbesserten" Versionen verkauft oder – dann so richtig teuer – mit Wartungs- und anderen Dienstleistungen zusammen angeboten werden. So richtig teuer – das stimmt natürlich nur bedingt: im Verhältnis zum Ausgangspunkt, der Abgabe "for free" innerhalb einer Community von Gleichgesinnten. Verglichen mit den Großen der jeweiligen Branche ist man immer noch ziemlich billig – eine gute Basis, ein neues Geschäft aufzuziehen. Und in dem läßt sich offenbar inzwischen so viel verdienen, das man selbst zukaufen kann. Und zwar in Millionenhöhe. Insgesamt 350 Millionen Dollar legt Red Hat, führender Anbieter des Linux-Betriebssystems im kommerziellen Umfeld, auf den Tisch, um sich den "Weltmarktführer bei Open Source Middleware" einzuverleiben. Ganz so, wie es die Großen der Branche, egal ob sie nun IBM, EMC oder Oracle heißen, ständig tun. Lohnende Bereicherungen der eigenen Programmpalette werden hinzugekauft, ihre Produkte gepflegt oder integriert, manchmal auch nur einfach die bisherigen Kunden übernommen. Die Übernahme von JBoss durch Red Hat zeigt vor allem eins: Die Open-Source-Vermarkter sind endgültig erwachsen geworden.