[hw] Gartner berichtet in einem Report darüber, daß etwa die Hälfte der in den Unternehmen verwendeten PCs oder Notebooks nicht in der Lage sind, unter Vista zu laufen. Das neue Betriebssystem von Windows soll Anfang nächsten Jahres herauskommen und wird wie alle seine Vorgänger sehr ressourcenhungrig sein. Gartner geht davon aus, daß ein Computer einen Arbeitsspeicher von mindestens einem Gigabyte benötigt, damit Vista zum Laufen kommt – eine Kapazität, die bisher nur im Serverumfeld oder bei Powerusern und ihren Maschinen zu finden ist. Und wer die Vorzüge von Virtualisierung – zum Beispiel mehrere unterschiedliche Betriebssysteme auf einem Rechner oder eine komplett vom Internet und seinen Gefahren abgeschottete Arbeitsebene – nutzen will, muß noch einmal 512 Megabyte Arbeitsspeicher dazupacken. Da kommen Beträge zusammen, die kaum ein Unternehmen ausgeben wird, nur damit es vista-reif wird. Gartner meint: Notebooks sollten alle drei Jahre und PCs alle vier Jahre ausgetauscht werden. Erst wenn Unternehmen tatsächlich diesen Ratschlag beherzigen, wird Vista eine erste Chance bekommen.

In der Vergangenheit war es übrigens auch nicht viel anders: Einmal preschte Microsoft vor (zuletzt in diesem Ausmaß mit Windows 2000), einmal Intel. Der Chiphersteller ist übrigens schon dabei, seine neuen leistungsfähigeren Dual-Core-Prozessoren anzupreisen. Basis und Überbau passen wieder einmal auf's Beste zusammen. Bleiben noch die Applikationen: Welcher Client-Rechner braucht schon mehr als ein GByte RAM? Vielleicht geht doch alles viel schneller – denn Vista soll als Hauptattraktion einen Viren- und Spywareschutz haben, der Unternehmensnetze besser absichert. Das könnte sogar die Controller überzeugen.